Chronische Erschöpfung
Infektanfälligkeit
Gewichtsverlust
Muskelschmerzen
Gelenkschmerzen
Kopfschmerzen
Nervenschmerzen
Hormonelle Dysbalancen
Darmstörungen
Hautprobleme
Häufige Symptome
Der Mechanismus
Unser Immunsystem unterscheidet, ob ein Stoff oder eine Zelle physiologischer Teil unseres Körpers ist, oder ob er bekämpft werden muß.
Kann das Immunsystem nicht mehr zwischen "körpereigen" und "körperfremd" unterscheiden, richtet sich die Immunabwehr gegen Teile unseres Körpers!
Je nach Typ der Autoimmunerkrankung bezieht sich die "Abwehrreaktion" gegen unterschiedliche Organe:
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis entstehen Antikörper gegen Schilddrüsengewebe oder gegen Vorstufen von Schilddrüsenhormonen - beim Lupus erythematodes, der "Schmetterlingsflechte"), werden Antikörper gegen den Bindegewebsanteil Kollagen gebildet, was sich auf die Haut, aber auch auf andere Organe auswirken kann - bei der Zöliakie bildet der Körper Antikörper gegen Komplexe aus der Gewebstransglutaminase (einem Darmenzym) und Gliadin aus dem Weizen.
Eine Autoimmunerkrankung ist keine Allergie
Bei der Autoimmunerkrankung richtet sich die Immunreaktion gegen körpereigenes Gewebe - bei der Allergie gegen Fremdstoffe, z.B. gegen Blütenpollen oder Nahrungsbestandteile.
Allergieerzeugende Fremdstoffe sind an sich harmlos, werden vom Immunsystem aber als gefährlich "erkannt". Die Allergie ist eine Überbereitschaft des Immunsystems gegen äußere Eindringlinge.
Daniel Emami
- Dipl. Physiker & Heilpraktiker -
Naturheilpraxis Emami
Holunderweg 15
35043 Marburg
Tel. (06421) 95 33 726
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Ursachen und Einflußfaktoren
Die Häufigkeit vieler Autoimmunerkrankungen hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Genetische Veränderungen allein können diese Entwicklung bei weitem nicht erklären. Daher richtet sich der Blick der Forschung zunehmend auf Umweltfaktoren und Veränderungen unserer Lebensweise.
Eine besondere Bedeutung messe ich dabei der Ernährung bei. Unsere Ernährungsweise hat sich innerhalb weniger Generationen grundlegend verändert. Charakteristisch für die heutige Ernährung sind hochverarbeitete Lebensmittel, zahlreiche Zusatzstoffe, ein hoher Anteil raffinierter Kohlenhydrate und Zucker sowie eine insgesamt stark veränderte Zusammensetzung vieler Lebensmittel.
Unsere Ernährungsweise bestimmt bei weitem nicht nur die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen. Sie beeinflußt zudem die Darmflora und die Darmschleimhaut und damit Systeme, die eng mit unserer Immunregulation verbunden sind. Veränderungen des Mikrobioms und der Darmbarriere werden heute unter anderem im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen untersucht.
Hier liegt ein wichtiger Ansatzpunkt meiner Behandlung: Gemeinsam mit dem Patienten betrachte ich seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und suche nach Faktoren, die sich sinnvoll verändern lassen. Je nach Krankheitsbild und persönlicher Situation können weitere Einflußfaktoren berücksichtigt werden.
Autoimmunerkrankungen nehmen zu
Beschwerdebilder, die auf eine Autoimmunerkrankung hindeuten, waren noch bis vor fünfzig oder sechzig Jahren sehr selten.
Die große Zunahme von Autoimmunerkrankungen legt den Schluß nahe, daß unsere modernen Lebensbedingungen mit ihrer Entstehung zu tun haben könnten. Fragen:
Was hat sich während des letzten halben Jahrhunderts in unserer Welt verändert? - Muten wir unserem Körper Dinge zu, für die er von der Evolution her nicht geschaffen ist? Werden wir von Reizen und Fremdstoffen überflutet, auf die wir mit einer fehlgeleiteten Immunreaktion antworten? - Geben wir unserem Körper die liebevolle Aufmerksamkeit, die er so sehr benötigt?